Eindrücke von Bord der Fortuna

Klassenfahrt auf der Fortuna

Impressionen von Bord

 

Normalität und Fortuna?

 

Auf der Fortuna ist es normal,

 

dass jede*r so ankommt und angenommen wird, wie er*sie ist;

dass vieles neu ist und mit den Tagen erfahrbar wird;

dass Dinge, die kompliziert sind, als sinnvolles Ganzes erfahrbar werden;

dass aus Stammcrew, Mitsegelnden und Betreuenden eine Gemeinschaft wird;

dass jede*r mit Schwächen kommt und mit Stärken geht.

 

Auf der Fortuna ist jede*r NORMAL.

 

 

Wachsen und Erleben auf der Fortuna

 

Eine Idylle? - Ja.

Ein idealisiertes Bild? - Jein!

 

Wir wissen nicht, was die Teilnehmenden spüren und fühlen, wenn sie auf der Fortuna sind. Wir sehen jedoch: Sie fühlen sich wohl, sie finden ihre Rolle, sie wachsen über sich hinaus.

 

Wir staunen, was ihnen gelingt und wie es ihnen gelingt: sie bewältigen die Leitern sicher, entwickeln Kräfte beim Segelsetzen, wenden einfache Knoten und Techniken an, gehen mit einem großen Schritt an Land.

 

Das Leben auf der Fortuna ist ein Mikrokosmos: Gemeinschaft, Leben und Segeln geschieht hier in einem überschaubaren Rahmen, der Sicherheit und Vertrautheit bietet. Und Raum für neue Erfahrungen. Für Teilnehmende, Betreuende und Stammcrew.

 

Jeden Tag aufs Neue.

 

 

Herausforderung Fortuna

 

Marlene ist unsicher auf den Beinen. Bünjamin verliert leicht die Orientierung. Ann-Sophie spricht nicht und mag keine Menschen. Louis versteht langsam und ist leicht überfordert. Das Leben auf der Fortuna ist für viele eine Herausforderung. Die persönlichen Handicaps verschwinden nicht – und dennoch wirkt vieles viel leichter als zu Hause.

 

Es gelingt, was vorher so schwierig – fast schon unerreichbar – schien:

das große Schiff führen,

eigene Grenzen überwinden,

Schwächen in den Hintergrund treten lassen.

 

Das ist das Besondere an einer Fahrt auf der Fortuna.

 

Louis war letztes Jahr schon mit dabei. Wir haben erfahren, dass er sich das ganze Jahr auf die Fahrt gefreut hat. Er ist weiterhin langsam und leicht überfordert. Traut sich aber viel mehr, packt richtig mit an. Und beginnt jeden Tag mit einem strahlenden Lächeln.

 

 

Bruchstücke und Gedanken


Die Segel sind gesetzt, die Fortuna ist auf Kurs. Eine leichte Brise, eine ruhige Fahrt.
Einige Teilnehmer liegen oder sitzen an Deck, sie genießen es, den Wellen zu lauschen, den Wind zu spüren und die langsame Veränderung zu entdecken; vorbeifahrende Schiffe, einen Baum am Horizont, die Wolken am Himmel.
Andere Teilnehmer bewegen sich – am dritten Tag – sicher auf dem Schiff und übernehmen eine Aufgabe, damit der Tag gelingt: abwechselnd mahlen sie Korn für das selbstgebackene Brot, sie bereiten die „kalte Mahlzeit“ vor oder sie helfen Ordnung zu halten, damit alles auch bei einem plötzlichen Schaukeln der Fortuna an seinem Platz bleibt.
Dann läutet die Glocke. Alle treffen sich an Deck. Für die anstehende Wende werden alle Hände benötigt! Jeder kennt seinen Platz und seine Aufgabe. Mit Hilfe der Stammcrew werden Schoten gezogen, Winden gedreht, die Segel justiert. Ganz Mutige klettern – mit Sicherheitsweste – in das Klüvernetz und arbeiten an den Vorsegeln Klüver und Jager.
Am Abend: ein kleiner Hafen oder Ankern in einer ruhigen Bucht. Vielleicht ein mutiger Sprung ins Wasser? Oder mit dem Beiboot an den Strand und eine Schnitzeljagd?
Zum Schluss in die Kojen. Hinter uns: ein ereignisreicher Tag, vor uns die Frage: Was erleben wir morgen?
Wind – Wetter – Regen – Sonne?
Egal! Wir erleben uns! Und die Fortuna!

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